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2. Runde der Tarifverhandlungen am 20. November 2018 in Berlin

Gestern wurden in Berlin die Tarifverhandlungen für die Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie in zweiter Runde fortgesetzt. ...

Die Arbeitgeberseite wurde vom Sozialpolitischen Hauptausschuss unter Vorsitz von Jürgen Peschel vertreten. Die Gewerkschaft ver.di verhandelte wie in der letzten Runde unter Vorsitz des stellvertretenden Vorsitzenden Frank Werneke. Die Verhandlungen wurden zunächst in großer Kommission geführt.

Die Arbeitgeberseite hat die Verhandlungen in der großen Kommission genutzt, um die wirtschaftliche Lage der einzelnen Teilbranchen ausführlich darzustellen. Hier wurde erneut deutlich gemacht, dass die wirtschaftliche Entwicklung unserer Branche nicht mit der allgemeinen wirtschaftlichen Lage in Deutschland vergleichbar ist.

Im Anschluss haben die Arbeitgeber in großer Kommission ein zweistufiges Angebot vorgelegt:

- 1. Stufe: Erhöhung der Entgelte um 2,1 % ab dem 1. April 2019
- 2. Stufe: Erhöhung der Entgelte um 1,9 % ab dem 1. April 2020
- Auszubildendenvergütung: Anhebung um 90 EUR ab dem 1. April 2019
- Laufzeit: 29 Monate bis zum 31. März 2021
- Öffnungsklausel für Unternehmen in wirtschaftl. Schwierigkeiten

In den Verhandlungen wurde erneut eine intensive Wirtschaftsdebatte geführt und die beidseitigen Interessen noch einmal vertieft behandelt. Die Arbeitgeberseite hat trotz der sinkenden Konjunkturprognosen und der zunehmend schwieriger werdenden geopolitischen Lage das angemessene Angebot vorgelegt.

Vor der nächsten Verhandlungsrunde am 13. Dezember 2018 ist weiterhin mit zum Teil massiven Warnstreiks zu rechnen. Bereits vor der zweiten Runde hat es Ganztagesstreiks gegeben, die aus Sicht der Mitglieder des SH, dem Verhandlungsstand nicht angemessen waren.

Bei diesem Stand wurden die Verhandlungen auf den 13. Dezember 2018 in Berlin vertagt.

Die Pressemitteilung des HPV vom gestrigen Tag ist hier abrufbar.

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Quelle: hpv

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